Wir melden uns aus der Sommerpause mit einem Erfahrungsbericht von der ScotMUN 2016, die unser diesjähriges Team in Edinburgh besucht hat!

„Im März diesen Jahres sind wieder einmal MUNS-Mitglieder aus Düsseldorf unterwegs gewesen: Ziel war diesmal Edinburgh in Schottland, wo an der University of Edinburgh alljährlich die ScotMUN-Konferenz organisiert wird.

Die Erfahrungen und Erlebnisse der Gruppe hier in einem Bericht zusammen zu fassen ist schwierig da Praktika, Bachelorarbeiten oder (Schottland-)Reisen unterschiedliche Flugzeiten verlangten und das Erlebte in sehr verschiedene Kontexte einbetteten.

Die Konferenz dauerte drei Tage, vom 04. – 06. März 2016 und spätestens am Freitag, dem ersten Konferenztag, trafen wir uns schließlich alle gesund und voller Vorfreude auf die gemeinsame Zeit. Und wer schon einmal in Edinburgh war der weiß: Die Stadt zieht jeden in ihren eigenen magischen Bann und lässt die zu Hause gebliebenen Alltagssorgen für eine Weile vergessen.

Nach einer Free-Walking-Tour am Freitagmorgen, bei der wir an jeder Station von Hinrichtungsgeschichten und Schauermärchen des alten schottischen Volkes überrascht wurden, versammelten wir uns mit den Konferenzteilnehmern der anderen Universitäten zur Opening Ceremony im wunderschönen und eleganten Balmoral Hotel. Nach einigen inspirierenden Reden hatten wir Zeit uns zu entspannen, etwas zu essen und uns für die Abendveranstaltung frisch zu machen – ein Drei-Gänge-Dinner, wieder im Balmoral Hotel. Nach Komitees getrennt, konnten wir bei köstlichem Abendessen die Studenten kennenlernen, mit denen wir in den kommenden Tagen nach Lösungen für die drängendsten Probleme der Welt suchen würden. Das Highlight des Abends war aber der traditionelle Ceildith, ein unterhaltsamer schottischer Tanz, bei dem wir etwas unbeholfen einander auf die Füße tappten.

Am Samstag und Sonntag folgten dann die Committee-Sessions in denen etwa 400 Studenten aus über 30 verschiedenen Ländern in 13 Komitees diskutierten und verzweifelt nach Lösungen für  Themen wie „Threats to International Peace and Security Caused by Terrorist Acts“ oder „Resolving Water Conflicts“ suchten. Jedes Komitee brachte dabei schließlich mindestens eine Resolution zustande, die, wenn auch nicht global bindend, zumindest in unseren Köpfen die Welt einbisschen verbesserte.

So verließen wir die Closing Ceremony zwar ohne Award für unsere HHU-Gruppe, dafür aber mit zielstrebigen Fantasien einer friedlichen Welt und mit neuen Freundschaften. Drei Tage haben wir im Namen eines uns zunächst recht unbekannten Staates (Gabon, Libanon und Malediven) um politische Beschlüsse gerungen und so ein besseres Verständnis für die internationale politische Zusammenarbeit bekommen.

Aber auch abseits der Debatten war viel zu erleben: So haben wir den Arthur’s Seat erklommen, einen kleinen Berg mit reizvollem Blick über das zauberhafte Edinburgh, haben das legendäre britische Pubfood probiert und bei der Club Night für Delegierte unsere Hüften geschwungen.

Und am Ende brach jeder wieder auf. Einige in die wohlverdiente Semesterferienentspannung, einige Richtung Düsseldorfer Unibibliothek und einige auf eine Reise durch Schottland. Eins haben jedoch alle gemeinsam: Ja, Edinburgh, wir kommen wieder…“

(von Eva Lannert)

 

2016-03-04_200007_01374

6b0c19_902609ef166244d5f759d7c466c8a52d

2016-03-04_232026_01380